Die Magie Südostasiens – Mit der MS Europa 2 von Bali nach Hong Kong
Die Planung – Vorfreude über Jahre
Im November 2022 unternehmen wir unsere erste Kreuzfahrt mit der MS Europa 2 von Hapag Lloyd Cruises. Bereits vor dem Antritt dieser ersten Reise buchen wir die nächste für Mai 2024. Da wir von dem Schiff so begeistert sind, tätigen wir auf unserer ersten Reise im November 2022 eine Vormerkung für eine weitere Reise im Januar/Februar 2025. Einige Monate später, im März 2023, ist die Reise dann verbindlich buchbar. Von nun an haben wir doppelte Vorfreude: zum einen auf die Kreuzfahrt im Mai 2024 von Miami nach Montreal, zum anderen auf die Kreuzfahrt, um die es in diesem Beitrag geht.
Aber um welche Route handelt es sich denn nun genau? Die Reise trägt den Namen „Die Magie Südostasiens“. Start ist auf Bali, es folgen Stopps auf Java und den Philippinen, das Ziel der Reise ist Hong Kong.
Flüge und Hotels
Wie so oft, wenn man Kreuzfahrten so weit in der Zukunft bucht, starten die weiteren Vorbereitungen erst einige Zeit später – zum Beispiel, wenn es darum geht, die Flüge zu buchen. Wir entscheiden uns aus verschiedenen Gründen wieder, unsere Meilen einzusetzen. Der Startpunkt der Reise ist Bali, und so wollen wir noch einige Tage vor der Abreise auf der Insel verbringen. Hier bietet sich ein Flug über Singapur an. Wir entscheiden uns dieses Mal für einen Flug mit Singapore Airlines ohne langen Aufenthalt in Singapur und direktem Weiterflug nach Bali.
Für die 5 Nächte vor Ort nutzen wir Hilton Punkte und buchen das Umana Hotel, welches zu LXR Hotels & Resorts und damit zu Hilton gehört. Es liegt zwar ganz im Süden der Insel, was strategisch eher ungünstig ist, um die Insel zu erkunden. Das Hotel punktet dafür mit Villen und eigenem Pool.
Für das Ende der Reise in Hong Kong buchen wir für 3 Nächte das Mandarin Oriental und für den Heimflug den Lufthansa Direktflug nach Frankfurt.
Einen Mietwagen brauchen wir nicht. Auf Empfehlung von Mitreisenden unserer Kreuzfahrt in 2024 buchen wir für 2 Tage einen Guide auf Bali.
Unsere Route
- 5 Nächte in Bali – Ankommen, akklimatisieren und die Insel erkunden
- 15 Nächte auf der MS Europa 2 mit geplanten Stopps in:
- Semarang (Java, Indonesien)
- Pulau Menyawakan (Indonesien)
- Tagbilaran (Philippinen)
- Calangaman Island (Philippinen)
- Boracay (Philippinen)
- Puerto Princesa (Philippinen)
- El Nido (Philippinen)
- Manila (Philippinen)
- 3 Nächte in Hong Kong – Großstadt-Flair zum Abschluss

Was euch erwartet
In diesem Reisebericht nehmen wir euch mit auf unsere Reise durch Südostasien. Von den Reisterrassen und Tempeln Balis über die Sehenswürdigkeiten Javas, die traumhaften Inseln der Philippinen bis hin zur pulsierenden Metropole Hong Kong. Dazu natürlich unsere Erfahrungen an Bord der MS Europa 2 und ehrliche Eindrücke von allen Stopps – inklusive der berüchtigten Affenbande am Uluwatu Tempel.
Wie immer haben wir alles individuell gebucht und geben euch praktische Tipps für die Planung eurer eigenen Reise.
Viel Spaß beim Lesen!
Tag 1: Die Anreise – Über Amsterdam nach Singapur
- Datum: 17.01.2025
- Flüge: LH 996
- Unterkunft: Radisson Blu Hotel, Amsterdam Airport
Amsterdam statt Frankfurt?
Moment mal… Amsterdam? Ja, genau richtig. Leider haben wir bei Singapore Airlines an unserem Wunschdatum keine Flüge ab Frankfurt erhalten, die man mit Miles & More Meilen buchten konnte, und entschieden uns daher für Amsterdam als Alternative. Da der Flug Richtung Singapur Amsterdam am Morgen verlässt, fliegen wir am Abend vorher von Frankfurt nach Amsterdam und übernachten in Flughafennähe.
Nebel und Verzögerungen
Und dann geht es gleich richtig gut los: Der Flieger, der uns nach Amsterdam bringen soll, kommt zwar überpünktlich in Frankfurt an, Boarding und Abflugzeit verschieben sich allerdings um eine halbe Stunde. Als wir dann endlich im Flieger sitzen, bringt uns der Pilot schonend bei, dass sich der Abflug um mindestens eine weitere Stunde nach hinten verschiebt – dichter Nebel in Amsterdam. Wir bekommen schon ein bisschen Sorge, ob der Flieger heute überhaupt noch startet, aber nach ziemlich genau einer Stunde Wartezeit geht es dann doch tatsächlich endlich los.
Gegen 19:30 Uhr landen wir schließlich in Amsterdam, warten noch ein wenig auf unser Gepäck und dann nochmal eine halbe Stunde auf den Shuttlebus zum Hotel, dem Radisson Blu Hotel Amsterdam Airport, wir letztendlich gegen 20:30 Uhr ankommen.
Eigentlich war der Plan, heute Abend noch beim Japaner in der Nähe des Hotels zu essen – aber angesichts der Uhrzeit verzichten wir darauf und nehmen nur noch einen Absacker an der Hotelbar. Dann geht’s ins Bett, denn morgen früh um 6:30 Uhr klingelt der Wecker.


Tag 2 und 3: Flug nach Bali und Ankunft im Hotel
- Datum: 18/19.01.2025
- Tagesetappe: 7’572 Meilen Luftlinie von Amsterdam über Singapur nach Denpasar
- Flüge: SQ 323 / SQ 936
- Unterkunft: LXR Umana Bali
Ready for takeoff!
Um 6:30 Uhr klingelt der Wecker ⏰. Nach einer kurzen Dusche geht’s mit dem Shuttlebus direkt an den Flughafen. Koffer aufgeben, Sicherheitskontrolle und Ausreise – alles läuft wie am Schnürchen. Wir haben noch etwas Zeit und wollen diese in der Lounge verbringen. Singapore Airlines betreibt keine eigene Lounge in Amsterdam, vielmehr gibt es einen abgetrennten Bereich im hinteren Bereich der Privium Lounge. Der Fußweg dahin zieht sich allerdings. Wir nehmen ein kleines Frühstück zu uns und begeben uns dann zum Gate.
Das Boarding ist pünktlich – Urlaubsmodus an…. 🥂🏝🌞 Aber zu früh gefreut, denn auch jetzt bleibt der Flieger noch eine gute Stunde am Boden stehen, bevor es endlich losgeht.
Über Singapur nach Bali
Mit einer Stunde Verspätung kommen wir in Singapur an und können entspannt direkt zum nächsten Boarding für unseren letzten Flugabschnitt marschieren. Diesmal startet der Flieger pünktlich, und gegen 11 Uhr landen wir endlich auf Bali.




Die Einreise geht super schnell und völlig problemlos, da wir im Vorfeld schon alle notwendigen Formalitäten online erledigt haben. Am Grab-Pickup-Point lassen wir uns ein Auto bestellen und etwa 10 Minuten später sind wir auf dem Weg in unser etwa 40 Minuten entferntes Hotel.
Ankunft im Hotel – Willkommen im Paradies
Im Hotel werden wir überaus freundlich und herzlich in Empfang genommen. Zur Begrüßung gibt es kalte Tücher, einen leckeren Erfrischungsdrink und einen kleinen Lemoncake. Außerdem noch ein geflochtenes Armband, welches Glück bringen soll, und ein Blümchen ins Haar. So kann doch nichts mehr schiefgehen.


Inzwischen ist auch unser Zimmer bereit, und so werden wir mit dem Golfcart abgeholt und drehen erst mal eine Runde durch die Anlage, um zu sehen, wo die Restaurants, Bars und das Spa zu finden sind. Dann stoppen wir vor Nr. 118 – unsere Traumvilla für die nächsten 5 Nächte. Mit eigenem Pool direkt vor der Schlafzimmertür.




Markus legt sich eine Runde hin, ich packe die Koffer aus und drehe dann direkt eine Runde im Pool. Den Rest des Nachmittags verbringen wir auf dem Daybed draußen auf der Terrasse. Das Wetter meint es gut mit uns – eigentlich ist ja Regenzeit, aber es ist nur teilweise etwas bedeckt, ansonsten scheint die Sonne.
Abendessen im Commune Restaurant
Am Abend geht es zum Essen ins Commune Restaurant, einem von mehreren Restaurants der Hotelanlage. Wir bestellen beide asiatisch – sehr lecker. Inzwischen schüttet es draußen doch noch ordentlich. Wir nehmen noch einen kleinen Absacker an der leeren Bar und fallen anschließend ins Bett.



Tag 4: Vorprogramm Bali – Melasti Beach Club und Regenschauer
- Datum: 20.01.2025
- Tagesetappe: 0km
- Unterkunft: LXR Umana Bali
Ausflug zum Beachclub
Auch heute Morgen sieht das Wetter noch ganz gut aus, sodass wir beschließen, nach dem Frühstück den hauseigenen Beachclub am Melasti-Strand zu besuchen. Von der Hotelanlage hat man zwar keinen direkten Zugang, aber dafür sagt man einfach an der Rezeption Bescheid, und schon wird man direkt vor der Haustür zunächst von einem Golfcart abgeholt, um dann am Hoteleingang in ein bereitstehendes Auto umzusteigen. Dieses fährt einen in wenigen Minuten runter ans Meer zum Beachclub.
Wir werden überschwänglich in Empfang genommen, dürfen uns eine beliebige Liege aussuchen und machen es uns bequem. Man serviert uns ein kostenloses Getränk, kalte Tücher und etwas zu knabbern.
Regenzeit macht ihrem Namen alle Ehre
Nach etwa einer Stunde zieht sich der Himmel schlagartig zu, sodass wir erst mal unters Dach umziehen. Es schüttet wie aus Eimern, aber glücklicherweise hört es auch bald schon wieder auf und so machen wir einen kleinen Strandspaziergang. Als wir zurück im Beachclub sind, geht es allerdings ziemlich bald schon wieder los mit dem Regen. Und hört dann auch für den heutigen Tag überhaupt nicht mehr auf.


Zurück in der Villa
Wir lassen uns also gegen 15 Uhr wieder abholen und verziehen uns in unsere „Villa“. Markus muss ohnehin heute und morgen noch von hier aus etwas arbeiten – und Alex macht es sich auf dem überdachten Daybed am Pool gemütlich. Später wird der Wind aber so unangenehm und der Regen immer stärker, dass es draußen nicht mehr aushaltbar ist.
Mit zwei Schirmen bewaffnet machen wir uns auf den Weg zum Abendessen ins Hotelrestaurant. Wir könnten uns auch hier vom Golfcart abholen lassen, wollen uns aber wenigstens ein bisschen bewegen. Die Bar lassen wir heute ausfallen und gehen zeitig zurück.


Tag 5: Vorprogramm Bali – Uluwatu Tempel und die Affenbande
- Datum: 21.01.2025
- Unterkunft: LXR Umana Bali
Wetterkapriolen
Vom Regen ist heute Morgen nichts mehr zu sehen – im Gegenteil, sogar die Sonne kämpft sich etwas durch. Nach dem obligatorischen Morgen-Schwimmen im Pool und Frühstück machen wir uns fertig und wollen uns einen Grab zum Uluwatu Tempel rufen. Doch schlagartig wird der Himmel mal wieder schwarz, und es gießt wie aus Kübeln. Ok, dann wird das wohl eher nichts mit dem Tempel. Aber nur kurze Zeit später wird es wieder hell, der Regen lässt nach, und wir beschließen, es doch zu wagen.
Auf dem Weg zum Tempel
Der Weg zum Tempel ist ein bisschen abenteuerlich, denn unser Fahrer nimmt sämtliche engen Nebenstraßen, um den dichten Verkehr auf der Hauptstraße zu umgehen. Aber wir kommen sicher beim Tempel an, werden dort direkt mit Sarong (Markus) und Schärpe (Alex) ausgestattet, zahlen unseren Eintritt (umgerechnet 6 € für uns beide) und gehen los.
Angriff der Affenbande
Im Vorfeld haben wir schon viel von den berüchtigten Affenbanden dort gehört und gelesen – die überfallen die Leute regelrecht und klauen ihnen Handys, Taschen, alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Sachen geben sie nur wieder raus, wenn sie dafür etwas zu fressen bekommen. Lösegeld sozusagen.
Wir sind also vorbereitet: Handy hat Alex an einer Schnur um den Hals und gleichzeitig noch in ihrer über der Schulter und vor dem Bauch zu tragenden Rucksacktasche verstaut. Das Ganze gut festhalten. Handy nur raus, wenn kein Affe in der Nähe ist.
Tja, und dann kommt die Sonne raus, ich setze mir meine Sonnenbrille auf, denke an nichts Böses – und nur ein paar Meter weiter springt mich so ein kleiner fieser Terrorist von der Seite an, greift mir ins Gesicht und zerrt mir die Sonnenbrille runter. Da sitzt er dann, kaut auf meiner Brille rum und wartet auf sein Lösegeld.
Verhandlungen mit einem Erpresser
Etwas hilflos und entsetzt stehen wir rum – Affen können ziemlich aggressiv werden, und mit dem wollen wir uns nun wirklich nicht anlegen. Meine gute Sonnenbrille hätte ich aber auch schon gerne wieder.
Doch Hilfe naht: Eine Frau, die wohl für solche Fälle hier vor Ort ist und vielleicht zum Personal gehört (so genau wissen wir das auch nicht), kommt mit ein paar Beuteln Obst und wirft ihm einen vor die Füße. Das reicht dem Kerl aber nicht. Sie wirft ihm den zweiten vor die Füße – nö, die Sonnenbrille sollte uns schon mehr wert sein. Also noch ein dritter Beutel – und er lässt sich endlich erweichen und die Sonnenbrille los.
Die Frau möchte nun natürlich ihrerseits Lösegeld haben, schließlich hat sie ja mein Hab und Gut gerettet. Da wir leider nur größere Scheine Bargeld einstecken haben, wird sie mit umgerechnet 6 Euro entlohnt – naja, die Sonnenbrille ist ein Vielfaches mehr wert 😉
Außer einem stark angekauten Brillenbügel-Ende ist sie zum Glück unbeschädigt geblieben. Mann, wie blöd aber auch – an alles haben wir gedacht, nur nicht an die Brille. Die wandert jetzt erst mal tief in die Tasche zurück, bis wir die Tempelanlage wieder verlassen.
Die Tempelanlage
Immer wieder treffen wir auf den Wegen auf mehrere dieser kleinen frechen Banditen, aber bei uns gibt es jetzt nichts mehr zu holen. Man hat von der Anlage tolle Blicke aufs Meer und die Klippen. Und das Wetter hält.




Garuda Wisnu Kencana Cultural Park
Wir organisieren erneut einen Grab und lassen uns nun zum Garuda Wisnu Kencana Cultural Park fahren, wo die Statue steht, die von überall weithin sichtbar in den Himmel ragt. Mit dem Shuttle-Bähnchen geht es vom Parkplatz zum Haupteingang des Parks. Das Ganze soll wohl in Zukunft mal zu einem großen Vergnügungspark ausgebaut werden, im Moment sieht man jedoch viel Grün, viel Fels und dann eben dieses riesige Monument – welches dann aus der Nähe aber gar nicht mehr so groß wirkt.
Nachdem wir einmal den Park durchquert haben, versuchen wir uns wieder einen Grab zum Hotel zurück zu organisieren – allerdings vergeblich. Es stehen aber ein paar Jungs am Parkplatz, die ihre Taxidienste anbieten – natürlich teurer als ein Grab, aber hilft ja nichts, wir müssen irgendwie zurückkommen.
Nachmittag am Pool
Den Nachmittag lassen wir am Pool unserer „Villa“ ausklingen. Inzwischen fängt es auch wieder an zu regnen. Aber auf dem überdachten Daybed lässt es sich aushalten – zumindest so lange, bis die Stechmücken in Massen ausschwärmen.


Tag 6: Vorprogramm Bali – Tempel, Märkte und Reisterrassen
- Datum: 22.01.2025
- Unterkunft: LXR Umana Bali
Unterwegs mit Wayan
Heute und morgen sind wir auf Empfehlung von Angelika und Achim, die Ende letzten Jahres auf Bali waren, mit Wayan unterwegs. Wayan spricht Deutsch, und wir werden zwei Ganztagesausflüge mit ihm durchführen.
Um 8 Uhr werden wir von ihm im Hotel abgeholt und fahren schnurstracks in Richtung Tanah Lot Temple – der immerhin gute 2 Stunden entfernt ist. Wayan erzählt uns auf dem Weg schon eine Menge über die balinesische Kultur.
Tanah Lot Temple
Gegen 10:15 Uhr kommen wir an und finden eine beeindruckende Kulisse vor. Hier ist aber auch eine ganze Menge los. Wir spazieren über die weitläufige Anlage, schießen die obligatorischen Fotos und machen uns dann auf den Weg zum nächsten Ziel – einem traditionellen Markt, wo es keinen Touristen hin verschlägt.




Traditioneller Markt – Klebriges Obstvergnügen
Auf dem Markt gibt es selbstverständlich auch wieder den obligatorischen Tempel, und Wayan kauft alle möglichen heimischen Obstsorten, um uns probieren zu lassen. Am Ende haben wir völlig verklebte Finger, sodass ich keine Fotos mehr machen kann 🤣. Wayan erkennt unsere Not und kauft, bevor wir zum Auto zurückgehen, eine Packung Feuchttücher für uns.
Dschungel-Tempel Pura Luhur Batukaru
Dann geht es auch schon weiter zum nächsten Ziel, einem Dschungel-Tempel in etwa 1.000 Meter Höhe unterhalb des Vulkans Gunung Batukaru.
Gegen 13 Uhr kommen wir am Tempel an und werden erst mal standesgemäß eingekleidet. Der Tempel liegt ziemlich mystisch umgeben von viel Grün im Dschungel von Bali. Wayan erzählt uns alles über die Bräuche und Sitten der balinesischen Tempelkultur – merken können wir uns nicht mal die Hälfte davon.



Jatiluwih Reisterrassen
Unser nächstes Ziel sind nun die Reisterrassen von Jatiluwih. Über enge Sträßchen durch eine üppig grüne Landschaft erreichen wir die Jatiluwih Reisterrassen. Hier machen wir zunächst eine kleine Mittagspause und stärken uns mit balinesischem Essen, bevor wir eine kleine Wanderung entlang der beeindruckenden Reisterrassen machen. Wir schießen Fotos ohne Ende und kommen schließlich nach einer guten halben Stunde am Ortsende an, wo uns Wayan wieder einsammelt.



Gewürzgarten und Kopi Luwak
Wir halten nun an einer Art kleinem botanischen Garten an, wo Zimtbäume, Ingwer, Kurkuma, Zitronengras und vieles mehr wächst – so ziemlich alles, was an einheimischen Gewürzen auf dem Markt ist. Außerdem Kaffee – und sogar den berühmt-berüchtigten teuersten Kaffee der Welt.
Leider sind hier die Schleichkatzen, die die Kaffeebohnen fressen und fermentiert wieder ausscheiden, in relativ kleinen Käfigen gesperrt, wo sie nur dazu da sind, die Kaffeebohnen zu „produzieren“. Wir bekommen ein kleines Tasting an Kaffee und Tee – wobei ich mich an den Tee halte und Markus an den Kaffee. Zum Schluss probiert Markus dann auch noch die „Katzen-Delikatesse“ – die ihm zwar schmeckt, aber ganz sicher nicht das viele Geld wert ist, was man dafür normalerweise bezahlen muss. Die Probiertasse hier hat allerdings umgerechnet nur 3 Euro gekostet. Egal, er kann jetzt mitreden.

Hausbesichtigung in einem Dorf
Und schon machen wir uns auf den Weg zu unserem letzten Ziel des Tages: eine private Hausbesichtigung in einem kleinen Dorf.
Hier erfahren wir, wie eine normale Familie auf Bali lebt. Sehr einfach und bescheiden, mit einem einfachen Betonraum mit nicht mehr als einem Feuerofen und einem Reiskocher als Küche – aber selbstverständlich mit dem obligatorischen hauseigenen Tempel. Wayan erzählt uns auch hier über die familiären Sitten und Bräuche – das Ganze ist hochkompliziert. Wir sind mittlerweile allerdings nicht mehr so aufnahmefähig, werden außerdem mal wieder von den fiesen Moskitos attackiert und sind froh, dass wir uns nun nach einem langen Tag endlich auf den Heimweg machen.




Rückfahrt im Stau
Der soll allerdings noch eine ganze Weile dauern, da wir ständig irgendwo im Stau stehen. Letztendlich kommen wir gegen 20 Uhr, also ziemlich genau 12 Stunden später, ins Hotel zurück. Wir nehmen noch ein Sandwich und einen Absacker an der Hotelbar ein und fallen dann todmüde ins Bett. Morgen um 8 Uhr geht es schon wieder auf Tour mit Wayan.
Tag 7: Vorprogramm Bali – Ubud, Reisterrassen und Wasserfälle
- Datum: 23.01.2025
- Unterkunft: LXR Umana Bali
Barong-Aufführung und Ubud
Pünktlich um 8 Uhr holt uns Wayan wieder im Hotel ab, und wir fahren als Erstes zu einer traditionellen Barong-Aufführung.

Anschließend setzt uns Wayan im Zentrum von Ubud ab, wo wir ein wenig bummeln können. Hier ist ganz schön was los, und es wird natürlich alles an Kitsch und Souvenirs verkauft, was die China-Produktion so hergibt. Wir genehmigen uns einen Becher Eis (Geschmack geht so…), und nach nicht allzu langer Zeit haben wir auch schon genug und gehen in einer Seitenstraße etwas trinken. Dann funken wir Wayan an, damit er uns wieder abholt.



Tegallalang Reisterrassen – Disneyland-Feeling
Nächster Halt: Tegallalang Reisterrassen. Schon bei der Anfahrt zum Parkplatz merkt man, hier wird es sehr touristisch. Cafés und Restaurants versperren von der Straße komplett die Sicht zu den Reisterrassen. Am Ende der Straße ist der Eingang zum Park, wo wir ein paar Treppenstufen hinabsteigen müssen, um schöne Fotos von den Terrassen schießen zu können.
Allerdings kommt man sich hier ein bisschen wie im Disneyland vor, denn überall stehen Schaukeln, Herzchen, Bali-Schilder, Ziplines usw. – kurz, hier wurde extra eine Kulisse für eifrige Influencer geschaffen. Man kann sich Kleidchen mit langer Schleppe mieten, um – auf der Schaukel sitzend – das perfekte Foto mit wehendem Stoff schießen zu lassen. Kein Vergleich zu den beschaulichen Terrassen von gestern. Schön anzusehen, aber viel zu verbaut und viel zu viel los.




Reinigungstempel – Tempelüberdosis
Also weiter zum nächsten Ziel. Zur Abwechslung geht es mal wieder zu einem Tempel. Diesmal ein Reinigungstempel. Auch hier erzählt uns Wayan alles über die Sitten und Gebräuche. Ein sehr mystischer Tempel, schönes Fotomotiv – aber so langsam können wir dann auch keine Tempel mehr sehen. Wir fahren weiter.




Mittagessen am Reisfeld
Vor unserem nächsten Ziel machen wir noch einen Stopp, um etwas zu essen. Wayan bringt uns zu einem hübschen Restaurant am Rande eines Reisfeldes, wo man draußen sitzen kann. Dann geht es auch schon weiter zu unserem letzten Ziel.



Wasserfall – Ruhig, aber…
Wayan fragt uns, ob wir lieber an einen eher touristischen oder einen ruhigen Wasserfall wollen. Wir entscheiden uns natürlich für den ruhigeren. Das ist er tatsächlich, denn wir sind die einzigen Gäste.
Eigentlich wollten wir unterm Wasserfall baden gehen, aber erstens ist das Wasser in den Becken unterhalb des Falls eine ziemlich braune Brühe, und zweitens ist die Strömung recht stark und die Felsen sind arg glatt. Dazu kommt, dass wir platt sind und es uns so langsam aber sicher ins Hotel zurückzieht. Wir begnügen uns also mit ein paar Fotos und treten die Rückfahrt an.



Nochmals Rückfahrt im Stau
Die zieht sich dank zahlreichen Staus mal wieder elendig in die Länge. Wir sind gute 2 Stunden unterwegs, bis wir endlich ankommen. Wir verabschieden uns herzlich von Wayan, springen im Zimmer schnell unter die Dusche und probieren dann mal das hoteleigene gehobenere Restaurant Oliverra aus – allerdings bestellen wir nur Vorspeisen, wir hatten ja am Nachmittag schon ein ordentliches Essen.
Alles ist sehr lecker. Viel Sitzfleisch haben wir heute aber nicht mehr, wir wollen zurück, schon ein paar Kleinigkeiten einpacken und die Füße langmachen.



Tag 8: Einschiffung auf die MS Europa 2
- Datum: 24.01.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Abschied vom Hotel
Heute Morgen springen wir nach dem Aufstachen bei herrlichem Sonnenschein ein letztes Mal in den Pool, packen unsere Koffer und gehen gemütlich frühstücken. Um 13 Uhr lassen wir uns und unsere Koffer mit dem Golfcart von der Villa abholen und in die Empfangshalle liefern. Unser vorbestelltes Taxi wartet dort bereits, und nachdem wir das Auschecken erledigt haben, fahren wir in 45 Minuten zum Hafen.
Willkommen an Bord
Wir kommen ausnahmsweise gut durch, und nach einer kleinen Irrfahrt über das Hafengelände erreichen wir das Terminal. Wir sehen Johann, den General Manager der Europa 2, schon rumwuseln. Er entdeckt uns, begrüßt uns herzlich und freudestrahlend und nimmt uns direkt mit aufs Schiff – wir müssen also nicht auf die offizielle Einschiffungszeit um 16 Uhr warten.
An der Rezeption können wir schon einchecken, und der erste Champagner wird auch schon ausgeschenkt. Nach und nach füllt sich das Schiff. Wir treffen Jana und Gisbert , die schon auf der letzten Reise mit dabei waren, sind bald leicht beschwipst und können dann irgendwann auf unsere Suite.
Koffersuche und Abendessen
Leider sind die Koffer noch nicht da, die trudeln erst nach und nach viel später ein. Wie sich hinterher rausstellt, sind die tatsächlich versehentlich bei Jana und Gisbert gelandet.
Wir schaffen es aber noch rechtzeitig vorm Abendessen, alles auszupacken, gehen unter die Dusche und anschließend in den Yacht Club zum Abendessen. Bis zur Seenotrettungsübung, die mit 15 Minuten Verspätung wegen verspäteter Gäste beginnt, warten wir dann noch ein bisschen auf der Kabine. Nach der Übung trinken wir noch zwei Absacker in der Sansibar.
Dann ab ins Bett. Morgen ist Seetag, das heißt erst mal Entspannung.


Tag 9: Seetag – Auf dem Weg nach Java
- Datum: 25.01.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Sport und Entspannung
Erster Seetag – wir starten mit einer Sporteinheit. Markus geht aufs Laufband, Alex nimmt zunächst am „Reling-Fit“ teil, einem etwa halbstündigen Training an der Reling, und schwimmt danach noch eine halbe Stunde. Nach der anschließenden Dusche frühstücken wir gemütlich in der Sansibar.


Das Wetter passt, sodass wir es uns danach draußen auf dem Daybed gemütlich machen. Am Nachmittag bekommen wir doch ein wenig Hunger und begeben uns nochmals in die Sansibar, um eine Kleinigkeit zu essen.
Poolparty am Abend
Später ziehen mal wieder dunkle Wolken über das Schiff, und es beginnt zu schütten. Das Abendessen nehmen wir im Yachtclub ein, danach geht es zur Poolparty. Alex ist total genervt von einer Dame, die ihr ständig in die Hacken tritt und sich hinter uns immer breiter macht. Daher begeben wir uns gegen 23 Uhr auf den Weg in unsere Kabine.


Tag 10: Semarang / Java
- Datum: 26.01.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Privater Ausflug mit Andi und Anri
Nach einem entspannten ersten Seetag legen wir in Semarang auf Java in Indonesien an. Wir haben im Vorfeld lange überlegt, ob wir zu einem der großen Tempel fahren sollen – einerseits will man sich das ja nicht entgehen lassen, wenn man schon mal da ist, andererseits: 7 Stunden Fahrt für einen einzigen Tempel und sonst nichts gesehen. Letztendlich haben wir uns dagegen entschieden.
Stattdessen haben wir uns vor der Reise einen örtlichen Veranstalter gesucht, bei dem wir einen privaten Ausflug in den Großraum von Semarang gebucht haben. Um kurz nach 8 Uhr verlassen wir das Schiff. Dort erwartet uns bereits Andi, unser Guide (Typ Lehrmeister aus den alten Karate Kids Filmen), zusammen mit Anri, unserem Fahrer.
Gedong Songo Tempelanlage
Wir machen uns erst mal auf den Weg Richtung Gebirge außerhalb von Semarang. Andi erzählt uns ein bisschen was – und wenn er gerade nichts erzählt, wundern wir uns über die komischen Geräusche, die das Auto offensichtlich von sich gibt. Klingt nach irgendetwas zwischen Spucken, Fauchen und Schmatzen. Irgendwann realisieren wir allerdings, dass nicht das Auto, sondern Andi die Quelle dieses Geräusches ist – keine Ahnung, was er da veranstaltet, wollen wir aber auch lieber gar nicht wissen.
Jedenfalls fahren wir zur riesigen Gedong Songo Tempelanlage auf etwa 1.200 Metern Höhe. Hier gibt es nicht DEN Tempel, sondern mehrere kleinere Tempelruinen – etwa vergleichbar mit den Maya-Ruinenstätten in Mexiko. Das Auto scheint gerade mal 3 PS zu haben, und wir sind nicht sicher, ob wir es die steile kurvige Straße nicht vielleicht hochschieben müssen, aber letztlich kommen wir doch oben an.
Wir laufen gute 4 Kilometer, zum Teil steil bergauf und bergab, durch die Anlage und haben tolle Ausblicke ins Tal. Das Wetter hält, und es macht richtig Spaß.
Stars des Tages
Hier sind außer uns keine anderen Europäer unterwegs, von daher sind wir offensichtlich die Stars des Tages und werden von den hauptsächlich muslimischen Besuchern sehr schüchtern, aber total freundlich darum gebeten, für Gruppenfotos mit ihnen zu posieren. Natürlich sagen wir nicht nein und grinsen jetzt von so ziemlich jedem Foto, welches gestern auf dieser Anlage von den Einheimischen geschossen wurde 😊






Mittagessen und Sam Poo Kong Tempel
Nach dieser doch ganz schön sportlichen Betätigung am Vormittag fahren wir wieder ins Tal, um in einem Restaurant zu Mittag zu essen. Andi hilft uns bei der Bestellung, denn die Karte ist selbstverständlich nur auf Indonesisch – auch hier sind wir die einzigen Europäer weit und breit.
Nach der schmackhaften Mahlzeit geht unsere Fahrt wieder in Richtung Semarang, wo wir als Erstes die älteste chinesische Tempelanlage von Semarang, Sam Poo Kong, besuchen. Leider ist es ein bisschen schwierig, gute Fotos von den Gebäuden zu schießen, weil überall Ess- und Souvenirbuden anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes, welches diese Woche stattfindet, davor aufgebaut sind.




Lawang Sewu – Das alte Bahnhofsgebäude
Weiter geht es zum alten Bahnhofsgebäude von Semarang – Lawang Sewu – im Kolonialstil. Andi kauft die Eintrittstickets und läuft dann völlig plan-, ziel- und sinnlos kreuz und quer übers Gelände und durch die Gebäude – und wir immer hinterher – ohne Ahnung, was genau er jetzt eigentlich sucht.
Am Ende will er noch in den Keller, wo wohl Gefängnisräume zu besichtigen sind, die Wartezeit dafür beträgt aber mindestens 30 Minuten. Wir lehnen dankend ab – die Luftfeuchtigkeit macht doch zu schaffen, und wir sind schon ganz schön platt.


Zurück zum Schiff
Zurück zum Schiff – mittlerweile ist es 17:30 Uhr, und wir freuen uns auf die Dusche. Alles in allem ein wirklich schöner Ausflug.
Abend an Bord
Vor dem Abendessen nehmen wir noch einen Aperitif in der Pianobar ein und gehen dann ins Weltmeere-Restaurant. Am Abend besuchen wir noch die Show von Thorsten Havener, dem recht bekannten Mentalmagier, auf die wir uns schon vor der Reise sehr gefreut haben. Eine tolle Show und absolut verblüffend. Dann fallen wir todmüde ins Bett.


Tag 11: geplant: Palau Menyawakan / Java – tatsächlich: Seetag
- Datum: 27.01.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Gewitter statt Inselparadies
Wir wachen auf mit Blitz und Donner. Beim Blick aus dem Fenster sieht man: nichts. Es schüttet dermaßen, dass man nicht weiter als bis zur Reling schauen kann. Oh je, das verheißt nichts Gutes für den Tag, an dem wir eigentlich mit Tenderbooten oder Zodiacs auf die kleine Insel gebracht werden sollten, um einen entspannten Tag am Strand mit einem kleinen Mittagssnack-BBQ vom Schiff zu verbringen.
Kurze Zeit später kommt auch schon die Durchsage vom Kapitän – der Landgang muss abgesagt werden, die Wetteraussichten versprechen keine Besserung. So haben wir also heute kurzfristig einen zusätzlichen Seetag.
Plan B: BBQ an Bord
Also erst mal ganz entspannt in den Yachtclub zum Frühstück. Dann aufs Pooldeck und einen Platz im Trockenen auf dem Daybed ergattert. Mit Blick auf die emsige Crew, die schon alles für das ersatzweise an Bord stattfindende Mittags-BBQ vorbereitet.
Pünktlich um 12 Uhr ist alles angerichtet, und wir begeben uns nach unten direkt an den Pool, wo es Getränke nach Wahl und allerlei Leckereien am Buffet gibt. Wir kommen ins Gespräch mit einem Paar aus Österreich, schwatzen kurz mit Johann und Frau Kaltenbach, die wir auch von unserer letzten Fahrt kennen – und so vergeht der Mittag und Nachmittag mit einigen Gläsern Wein und leckerem Essen wie im Flug.




Entspannter Abend
Inzwischen hat die Crew schon wieder klar Schiff gemacht, und Alex beschließt, noch eine Runde schwimmen zu gehen, während Markus auf der Kabine etwas arbeiten muss.
Zum Abendessen geht es heute ins Sakura-Restaurant – auf einen Aperitif in der Pianobar verzichten wir heute, wir hatten schon genug Alkohol. Nach dem leckeren Essen schauen wir noch ganz kurz in der Sansibar vorbei, machen uns aber direkt wieder auf den Weg in die Kabine, wo wir gemütlich noch ein bisschen lesen, bevor die Müdigkeit siegt. Wir werden echt alt.



Tag 12: Seetag mit Champagner-Tasting und Soul-Konzert
- Datum: 28.01.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Entspannter Start in den Tag
Heute ist wieder Seetag, und wir schlafen ganz gemütlich aus. Der Himmel ist immer noch bedeckt, und es regnet zwischendurch immer wieder. Aber immerhin ist es richtig schön warm. Markus geht aufs Laufband, Alex eine Runde in den Pool. Sport ist dann für heute erst mal erledigt, also auf zum späten Frühstück in die Sansibar. Anschließend suchen wir uns ein Liegen-Plätzchen zum Lesen und Entspannen.
Champagner-Tasting mit Jana Töpfer
Für 16 Uhr haben wir uns heute zum Champagner-Tasting angemeldet. Jana Töpfer ist unsere Sommelière und lässt uns sechs Champagner von überwiegend sehr kleinen Champagnergütern verkosten. Wir sind 13 Leute, und nach den ersten beiden Gläsern ist die Stimmung gut. Unser Favorit ist von Bollinger. Nach dem eigentlichen Tasting quatschen wir mit unseren Mit-Testern noch ewig weiter, bis man uns quasi rauswerfen muss, um die Tische fürs Abendessen fertig zu machen.


Abendessen im Tarragon
Wir machen uns kurz frisch und schlagen pünktlich um 19 Uhr direkt wieder im Tarragon auf. Das Essen ist super lecker, und wir kommen mit einem sehr netten Ehepaar aus Flensburg ins Gespräch, die am Nebentisch sitzen.



Martha High – Soul-Konzert im Theater
Unser Programm ist aber noch lange nicht beendet für heute. Im Theater gibt es ein Konzert mit Martha High, einer uns bisher unbekannten, aber hochkarätigen Soul-Sängerin. Und die rockt das Schiff. Tolle Show.
Tja, und dann versacken wir noch ein bisschen in der Sansibar mit netten Mitfahrern – unter anderem einer Frau aus Bensheim unweit von unserem Wohnort.

Tag 13: Seetag mit Äquatorüberquerung
- Datum: 29.01.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Unsanftes Erwachen
Eigentlich wollten wir ausschlafen, aber um kurz nach 9 Uhr klingelt das Housekeeping an der Tür – wir hatten vergessen, das „No Service“-Zeichen einzuschalten. Wir erklären ihr also, dass wir noch ein bisschen Zeit brauchen, und wir will uns gerade nochmal ins Bett werfen, als der Kapitän über die Lautsprecher die Ansage macht, dass wir in 20 Minuten den Äquator überqueren werden und auf dem Pooldeck ein Gläschen zum Anstoßen bereit steht.
Puh, na dann – doch raus aus den Federn, schnell halbwegs decktauglich fertig gemacht und gerade rechtzeitig auf dem Pooldeck eingetroffen. Nach dem obligatorischen Schiffshorn und einem Schluck Champagner gehen wir direkt weiter zum Frühstück.
Coconut by the pool
Anschließend holen wir unsere Sachen aus der Kabine, suchen uns eine Liege auf dem inneren Pooldeck – denn draußen ist immer noch weitestgehend Regen angesagt – und warten auf den nächsten Programmpunkt des Tages: „Coconut by the pool“. Es gibt frische Kokosnüsse und auf Wunsch auch mit Alkohol aufgefüllt. Johann höchstpersönlich steht hinter der Kokosnuss-Theke.
Dach auf, Dach zu
Ansonsten verbringen wir den Tag damit, je nach momentaner Wetterlage (Regenschutt, kein Regenschutt) von drinnen nach draußen und zurück zu wechseln. Denn auch wenn wir die Sonne schon länger nicht gesehen haben: Es ist herrlich warm draußen – und Saunaluft drinnen am Pool. Auch die Besatzung kann sich heute nicht entscheiden, und so geht es den ganzen Tag über: Dach auf – Dach zu. Repeat.
Abendprogramm
Am Abend trinken wir einen Aperitif an der Pianobar, gehen anschließend ins Elements zum Essen, danach ins Theater zur Tanz- und Akrobatikshow und dann einfach nur ins Bett.



Tag 14: Seetag
- Datum: 30.01.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Endlich wieder Sonne
Heute Morgen wachen wir auf und sehen das erste Mal seit 3 Tagen wieder die Sonne 🌞 Und passend dazu gibt es Frühstück auf der Veranda unserer Suite. Dann suchen wir uns ein gemütliches Plätzchen am Heck und verbringen dort den ganzen Tag lesend und dösend.
Politischer Talk
Markus besucht nach dem Frühstück noch einen politischen Talk im Theater, welcher von der ehemaligen „Tagesthemen“-Moderatorin Sabine Christiansen moderiert wird. Als Gesprächsgäste sind der frühere Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ sowie der Finanzmarkt-Profi Martin Lück geladen.


Zum Sonnenuntergang werden wir sogar noch Zeuge eines Heiratsantrags.



Abendessen im Weltmeere
Um 19 Uhr sind wir von Johann zum Abendessen ins Weltmeere eingeladen. Zusammen mit zwei anderen Paaren, beide aus dem Münchner Raum, haben wir einen sehr lustigen Abend. Den Abschluss machen wir heute mal wieder in der Sansibar.


Tag 15: Bohol / Philippinen
- Datum: 31.01.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Erster Stop auf den Philippinen
Heute betreten wir das erste Mal philippinischen Boden. Die Sonne strahlt vom Himmel, und wir liegen vor der Insel Bohol. Mit dem Tenderboot setzen wir an Land über. Wie meistens haben wir auch diesmal direkt bei einem örtlichen Veranstalter gebucht. Heute sind wir mit Dave und Bim Bim unterwegs – Dave, unser Guide, und Bim Bim, unser Fahrer. Zwei junge, sehr sympathische und sehr gut Englisch sprechende Männer.
Tarsier-Sanctuary – Die Primaten mit den großen Augen
Unser erstes Ziel ist das Tarsier-Sanctuary, ein Schutzgebiet für die kleinen Primaten mit den großen Augen. Hier treffen wir auch auf die Reisebusse der Hapag Lloyd Ausflüge – für heute allerdings das letzte Mal, denn danach sind wir abseits der Touristenpfade unterwegs. In den Bäumen lassen sich vier der kleinen Tarsiere blicken, und es dauert ein wenig, bis jeder ein schönes Foto geschossen hat. Aber es lohnt sich – die Tierchen sind einfach zu süß.


Kokos-Wein und Chocolate Hills
Unser nächster Stopp ist bei einer Familie, die den auf den Philippinen typischen Kokos-Wein herstellt. Wir kosten zwei Variationen – beide sind allerdings arg gewöhnungsbedürftig und schmecken nach allem, nur nicht nach Kokos.
Nächstes Ziel sind natürlich die „Chocolate Hills“ – allerdings bringt uns unser Guide nicht zum „Touristenhügel“ mit Infrastruktur und Asphaltweg zum Gipfel, sondern auf einen anderen Hügel, wo wir einen zum Teil ganz schön rutschigen und steilen Serpentinenpfad hinaufsteigen. Immerhin bekommen wir einen Wanderstock in die Hand gedrückt – hinterher erzählt uns der Guide allerdings, dass dieser eher dafür da ist, die Schlangen, die es dort auf den Grashügeln gibt – unter anderem gerne mal eine Kobra – durch die Vibration auf dem Boden rechtzeitig zu verscheuchen…. aaaah ja. Schön, dass wir das jetzt auch erfahren.


Wasserfall, Markt und authentisches Mittagessen
Da es aber anscheinend funktioniert hat, erfrischen wir uns als Nächstes am wirklich wunderschönen, idyllischen Panga Wasserfall in Bilar, bevor es weitergeht zu einem Markt im gleichen Ort. Dieser findet allerdings unter der Woche stark reduziert statt, der Haupttag ist Sonntag. Trotzdem sehr interessant. Fürs Mittagessen besorgt unser Guide eine frische Kokosnuss zum Trinken und Mangos zum Nachtisch.



Das warme Essen bekommen wir direkt frisch gekocht bei einer einheimischen Familie, wo unser nächster Stopp ist. Mitten in wunderschöner Natur direkt an den Reisfeldern. Wir werden herzlich empfangen und bekommen immer wieder neue Speisen auf den Tisch gestellt, die wir unmöglich zu zweit alle schaffen können. Wir probieren uns aber zumindest durch, alles ist sehr lecker und am Ende sitzen wir kugelrund auf unseren Stühlen.
Karaoke-Überraschung
Nun wird eine große Lautsprecherbox angeschleppt, ein Mikro angeschlossen, und ehe wir uns versehen, sind wir mitten in einer Karaoke-Vorstellung gelandet 😆. Die Oma singt aus vollstem Herzen. Wir – als schlechteste Sänger auf diesem Planeten – lehnen aber lieber ab, selbst das Mikro in die Hand zu nehmen. Wir hören begeistert zu und applaudieren.
Magsaysay Park – Affen und Flug-Lemuren
Unser letzter Stopp für diesen Tag ist der Magsaysay Park, hier leben Affen und Flug-Lemuren. Wir gehen zu Fuß durch den „Dschungel“ und sehen auch einige dieser Lemuren am Baum hängen – allerdings sind diese nachtaktiv, sodass man nicht mehr als einen dunkelbraunen Rücken von irgendwas erkennen kann. Die Affen sind dafür umso aktiver und freuen sich über ein paar Erdnüsse, die man ihnen füttern darf – auf keinen Fall aber etwas anderes. Sie sollen wild bleiben und sich ihre Nahrung selbst suchen, die Erdnüsse sind lediglich ein kleiner Snack.



Anschließend machen wir uns auf den Rückweg zum Schiff. Es war ein absolut toller Ausflug mit viel Natur und schönen Begegnungen. Jetzt freuen wir uns riesig auf den morgigen Tag auf einer kleinen Insel mit Strand-BBQ!
Tag 16: Calangaman Island / Philippinen
- Datum: 01.02.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Paradies auf Erden
Auch heute strahlt die Sonne mit uns um die Wette. Nach dem Frühstück gegen 9 Uhr fahren wir mit dem Zodiac auf die kleine unbewohnte Insel Kalanggaman. Ein Traum. Wir erkunden ein wenig die Insel, gehen schnorcheln und schwimmen und lassen es uns gut gehen.
Beach-BBQ der Extraklasse
Inzwischen bereitet die Crew alles für das Beach-BBQ um 12 Uhr vor. Unglaublich, wie viel Mühe und Arbeit da reingesteckt wird. Alle sind gut gelaunt, der erste Prosecco wird ausgeschenkt, und Essensduft weht über die Insel.
Wir setzen uns zu Andi und Johanna, dem netten Ehepaar, mit denen wir beim BBQ an unserem unfreiwilligen Seetag schon zusammengesessen haben. Die Gläser werden stetig aufgefüllt, und wir sind bald alle ziemlich angetüdelt.
So langsam fahren die meisten wieder zurück zum Schiff, doch wir bleiben mit einem harten Kern bis zum Schluss und haben eine Menge Spaß. Als die Sonne schon fast untergeht, fahren wir als eine der letzten Gäste mit dem Zodiac zurück zum Schiff.




Nach einer ordentlichen Dusche essen wir noch ein leichtes Sushi im Sakura, treffen in der Sansibar noch ein paar Leute, mit denen wir zum Pooldeck wechseln, da dort Livemusik ist – aber wir halten nicht lange aus und wollen ins Bett. War ein langer, toller Tag.
Tag 17: Boracay / Philippinen
- Datum: 02.02.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Heute haben wir nur einen kurzen Aufenthalt, und zwar auf der Insel Boracay. Da die Hauptattraktion hier der lange weiße Sandstrand ist, nehmen wir den ersten Tender und fahren vom Hafen mit dem Shuttlebus an den White Beach.
White Beach – Touristenmagnet
Das Ganze ist sehr touristisch – ein Laden und ein Restaurant reihen sich am Strand und dahinter ans andere, und es ist richtig viel los hier. Auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen wird man ständig angesprochen, ob man nicht wahlweise Parasailing, Stand-up-Paddeln, einen Ausflug auf einem Boot oder was auch immer machen möchte. Nein, wir wollen einfach nur hier liegen.
Wir finden eine schattenspendende Palme, gehen ein bisschen plantschen und lassen uns die Sonne auf den Bauch brennen. Nebenbei kann man wunderbar Leute beobachten.
Zurück an Bord
Gegen 12 Uhr machen wir uns mit dem Shuttlebus auf den Rückweg – um 14 Uhr legt unser Schiff heute schon wieder ab. Zurück an Bord entsanden wir uns erst mal, nehmen eine schnelle Dusche und gehen zum Essen in den Yachtclub. Den Rest des Tages vertrödeln wir auf unserer Veranda, bevor wir zum Abendessen ins Elements gehen. Zum Absacker geht es natürlich noch in die Sansibar.




Tag 18: Puerto Princesa / Philippinen
- Datum: 03.02.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Ausflug zum Unesco-Weltnaturerbe
Wir legen heute in Puerto Princesa auf Palawan an. Ausnahmsweise haben wir einen vom Schiff organisierten Ausflug gebucht, da es bei den örtlichen Anbietern zeitlich nicht sicher hingehauen hätte. Es geht zum Unesco-Weltnaturerbe, dem Sabang-Untergrundfluss.
Mit Minivans werden wir mit jeweils 7 Leuten etwa 2 Stunden lang über eine gut ausgebaute, aber sehr kurvige Straße zu einem Bootsanleger gebracht, von wo aus wir mit einem traditionellen Auslegerboot übers Meer zu einem kleinen Strand fahren.


Durch die beeindruckende Höhle
Dort steigen wir nach einem kurzen Fußweg in ein kleineres Boot um, welches uns schließlich durch die riesige, beeindruckende Höhle und zurück fährt.
Jede Minivan-Gruppe hat ihren eigenen englischsprachigen einheimischen Guide. Wir haben eine etwas verpeilte, aber nette Dame erwischt, die uns direkt nach der Abfahrt im Hafen ohne Punkt und Komma und wie ein Maschinengewehr fast die gesamte Fahrt alles über… – wir wissen es nicht, denn wir haben irgendwann auf Durchzug geschaltet – erzählt.




Rückfahrt mit Volksmusik
Auf dem Rückweg legt sie direkt wieder los, nur unterbrochen von einem Mittagessen in einem nahegelegenen Restaurant, wo sich sämtliche Ausflugsgruppen des Schiffes treffen, und ein paar Fotostopps u. a. bei den Elephant Caves.
Auf der weiteren Fahrt sind dann alle mehr oder weniger schon eingenickt oder kurz davor, aber sie erzählt tapfer weiter. Irgendwann gibt sie dann doch auf, berieselt uns aber zur Strafe den Rest des Weges über ihre Handyplaylist mit philippinischer Volksmusik 🤣
Gegen 15:30 Uhr sind wir zurück auf dem Schiff. Auf dem Pooldeck genehmigen wir uns noch ein Eis.
Kurzfristige Planänderung – Coron statt El Nido
Wir sitzen noch einen Moment auf dem Balkon, als vom Kapitän die Durchsage kommt, dass die Behörden von El Nido, wo wir morgen eigentlich vor Anker liegen sollen, kurzfristig die Genehmigung widerrufen haben. Stattdessen werden wir Coron anfahren. Es wurden auf die Schnelle ein paar Ausflüge organisiert – die Infos dafür werden flugs auf die Kabinen verteilt, und bis 20 Uhr haben die Gäste Zeit, einen der alternativen Ausflüge bei der Touristik zu buchen.
Da wir ohnehin auch für El Nido einen Ausflug vom Schiff gebucht hatten – aus den gleichen Gründen wie heute –, ist das alles unproblematisch, und wir entscheiden uns für einen Ausflug zum Baden und Schnorcheln. Alex macht das Ganze schnell im bordeigenen Ausflugsbüro klar.
Abendprogramm
Dann können wir uns schon langsam für die Clubveranstaltung fertig machen. Anschließend geht es zum Abendessen ins Tarragon und gleich danach zu einer zweiten Show von Martha High. Danach nehmen wir den direkten Weg ins Bett.



Tag 19: Coron (statt El Nido) / Philippinen
- Datum: 04.02.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Entspannter Start in den Tag
Da unser Ausflug in Coron heute erst um 10:15 Uhr startet, können wir ausschlafen. Um kurz nach 10 Uhr verlassen wir das Schiff und müssen nur wenige Meter gehen, um auf unser „Ausflugsboot“ umzusteigen. Wir sind etwa 14 Leute, die bequem auf dem Boot Platz finden. Los geht es zu unserem ersten Stopp, dem „Beach 91“.
Beach 91 – Erster Schnorchelgang
Hier können wir uns sonnen, schwimmen oder schnorcheln und haben eine Stunde Zeit, bis wir weiterfahren. Es ist ein winzig kleiner, aber feiner Sandstrand. Beim Schnorcheln sehen wir nichts Spektakuläres, aber durchaus ein paar schöne bunte Fische. Schnell füllt sich der Strand mit anderen Ausflugsboot-Gästen, sodass wir nun Kurs in Richtung erstem Schnorchelspot vom Boot aus nehmen.
Skeleton Wreck – 80 Jahre unter Wasser
Der nächste Stopp ist das Skeleton Wreck. Hier liegt direkt vor der Uferlinie seit etwa 80 Jahren ein Schiffswrack, welches man auch gut nur beim Schnorcheln erkennen kann. Ein paar Fische schwimmen auch hier herum. Nach einer halben Stunde steuern wir den nächsten Schnorchelspot an: Balinsasayaw.
Balinsasayaw – Korallengarten
An diesem Schnorchelspot gibt es einen großen Korallengarten – Fische sind allerdings eher nicht so viele zu sehen. Dafür entdecken wir, bevor wir nach einer halben Stunde weiterfahren, vom Boot aus eine Schildkröte im Wasser.
Twin Peaks Reef – Fische wie im Aquarium
Der letzte Schnorchelstopp ist Twin Peaks Reef. Hier sehen wir mit die meisten Fische. Kleine zwar, aber es ist alles voll – wie im Aquarium. Nach einer weiteren halben Stunde geht es zurück zum Schiffsanleger.




Zurück an Bord
Vor dem Betreten des Schiffes werden wir noch kontrolliert, ob wir Korallen, Muscheln oder Ähnliches eingepackt haben. Wir haben Hunger und nehmen ein kleines Mittagessen in der Sansibar ein. Dann noch schnell ein Eis auf dem Pooldeck, und anschließend machen wir es uns auf unserer Veranda gemütlich.
Die Ausfahrt um 17 Uhr ist traumhaft schön – vorbei an den vielen kleinen Buchten und Inselchen von Coron. Zum Abendessen geht es heute ins Serenissima.




Tag 20: Manila / Philippinen
- Datum: 05.02.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Letzter Stopp auf den Philippinen
Heute ist unser letzter Stopp auf den Philippinen – und leider auch schon der vorletzte unserer Reise. Wir haben mal wieder bei einem örtlichen Veranstalter – Abraham Tours – gebucht. Nach der Hafeneinfahrt warten wir auf die Freigabe des Schiffes und gehen gegen 9:30 Uhr von Bord. Zunächst müssen wir ein Stück aus dem Hafengelände raus, bevor wir uns einen Grab rufen können. Der ist in Nullkommanix da und fährt uns durch dichten Verkehr und Stadtviertel, die man zu Fuß lieber nicht durchqueren möchte, zum Treffpunkt der Tour, dem Abraham Hostel. Nach 40 Minuten sind wir da und treffen unseren Guide George.

Mit George durch Manila
Und schon kann es losgehen. Durch das Viertel Makati läuft George mit schnellen Schritten voraus – wir hinterher. Immer wieder müssen wir ihn bremsen, um ein paar Fotos schießen zu können. Aber er hat wenig Erbarmen mit uns, wir haben schließlich einen Zeitplan zu erfüllen 😉
Wir besuchen auf unserer Tour diverse Kirchen, Märkte und Restaurants. Das muslimische Viertel und Chinatown. Und George läuft mit uns auch dahin, wo es wirklich weh tut. Vorbei an stinkenden Seitenarmen des Hauptflusses – die reinsten Kloaken, in die ich nicht mal einen Fußzeh eintauchen würde – an heruntergekommenen Häusern und durch abgasgeschwängerte oder nach Urin stinkende Luft, weil in jeder Ecke einer steht, der an eine Hauswand pinkelt.
Wir fahren mit der Fähre über den Fluss, nutzen Taxi und Jeeptaxi.












Intramuros – Eine Oase der Ruhe
Und dann können wir es kaum glauben: Am Ende finden wir doch noch ein Eckchen in Manila, welches schön anzusehen, ruhig und sauber ist – die spanische Altstadt Intramuros.
Hier lässt es sich regelrecht durchatmen nach der Hektik und dem Lärm der vergangenen Stunden.
Abschied von George
Hier ist auch Endstation unserer tollen, wirklich interessanten Tour mit dem netten George, der sich selbst als völlig untypischer Philippiner beschreibt: Er hasst Karaoke, laute Musik und zu viel Essen – er liebt es dagegen zu wandern und zu tauchen. Am besten alles an einem Tag, wie wir bei einem kühlen Getränk in einer netten Altstadt-Location zum Abschluss erfahren.
Ach ja, und nachdem wir ja schon in Semarang von jedem Foto fremder Leute grinsen, sind wir auch bei ihm im Fotoalbum in allen erdenklichen Situationen verewigt. Wann immer er uns mal nicht vorauseilt, schießt er mit seinem Handy Fotos von uns. Als „Beweis“ für die Agentur, wie er uns sagt.


Rückfahrt zum Schiff
Wir versuchen, einen Grab zu organisieren, das erweist sich allerdings als schwierig. Erst, als wir wieder ein Stück aus der Altstadt herauslaufen, erbarmt sich ein Fahrer und bringt uns wieder – lautstark schmatzend und kauend an einem Hähnchenspieß 🫣 – zum Hafen zurück.
Die Reise neigt sich dem Ende
Tja, und dann kommt man aufs Schiff zurück, und da hängt die Seekarte dieser Reise im Foyer. Und das bedeutet ja leider immer – zumindest wenn man nicht noch die nächste Route hinten dran hängt – die Reise neigt sich langsam dem Ende zu… aber da wollen wir heute noch nicht dran denken und genießen einfach die verbleibende Zeit an Bord.


Tag 21: Seetag und Weißwurstfrühstück
- Datum: 06.02.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Letzter kompletter Seetag
Heute genießen wir den letzten kompletten Seetag mit viel Sonne, bevor wir morgen Abend Hongkong erreichen.
Weißwurstfrühstück in der Sansibar
Robert, der Riesenradbetreiber, den wir gleich am ersten Tag an Bord kennengelernt haben, organisiert für den Vormittag ein waschechtes Weißwurstfrühstück in der Sansibar – mit allem, was dazu gehört. Zu neunt schlagen wir uns die Bäuche voll und lassen es uns gut gehen. Tolle Idee von Robert!



Farewell-Party
Am Abend findet die Farewell-Party mit Verlosung der Seekarte statt – wir kaufen 2 Lose, gehen aber wie immer leer aus 😉 Aber macht ja nichts: Pech im Spiel, Glück in der Liebe 😉




Tag 22: Ankunft in Hong Kong / China
- Datum: 07.02.2025
- Unterkunft: MS Europa 2
Koffer packen
Heute ist es schon deutlich kühler draußen – die Tropen haben wir definitiv hinter uns gelassen. Wir starten gemütlich in unseren letzten vollen Tag an Bord. Nach dem Frühstück heißt es: Koffer packen. Die müssen ja in der Nacht bis 0:00 Uhr auf den Gang gestellt werden – das Ende der Reise rückt näher.
Am Nachmittag machen wir es uns bei Kaffee, Kakao und Kuchen in der Belvedere Lounge bequem. Draußen weht ein ziemlich starker, ziemlich kühler Wind – Pullover sind definitiv angesagt.
Einfahrt in den Victoria Harbour – Ein magischer Moment
Als in der Ferne ganz langsam die Silhouette von Hongkong auftaucht, wird Champagner ausgeschenkt. Wir vermummen uns dick und begeben uns aufs Außendeck, um die Einfahrt aus der ersten Reihe zu erleben.
Nun fahren wir tatsächlich direkt in den Victoria Harbour von Hongkong ein – ein beeindruckender Moment. Wir legen in Kowloon an, mit bestem Blick auf die spektakuläre Hong Kong Island-Skyline. Besser geht es nicht.




Einreisekontrolle
Die Behörden geben vor, dass alle Passagiere ab ca. 18 Uhr von Bord müssen, um die Einreisekontrolle zu erledigen. Unser Abendessen im Serenissima haben wir vorsorglich gecancelt (und sind dafür zum Mittag dort aufgeschlagen) – denn wir wissen nicht, wie lange die Prozedur dauert.
Die Decks werden der Reihe nach aufgerufen, wir sind gegen 18:45 Uhr dran und kommen relativ zügig durch die Kontrolle. Allerdings dürfen wir erst dann wieder an Bord, wenn sämtliche Passagiere kontrolliert sind. Aber auch das geht verhältnismäßig schnell, sodass wir anschließend im Yacht Club noch in Ruhe zu Abend essen können.
Letzter Abend an Bord – Skyline-Zauber
Viele Passagiere machen noch einen Schiffsausflug zum Peak oder gehen in die naheliegende Mall – wir ziehen es vor, den letzten Abend auf dem Schiff in der Sansibar zu genießen, mit einmaligem Blick auf die nächtliche Skyline von Hongkong. Die Lichter der Stadt spiegeln sich im Wasser, die Wolkenkratzer leuchten in allen Farben – ein würdiger Abschluss unserer Kreuzfahrt.
Wir haben ja die kommenden Tage noch genug Zeit, Hong Kong zu erkunden.

Tag 23: Ausschiffung in Hong Kong und Food Tour
- Datum: 08.02.2025
- Unterkunft: Mandarin Oriental
Abschied von der MS Europa 2
Heute Morgen müssen wir das Schiff leider verlassen – aber wir haben ja noch 3 Tage in Hong Kong vor uns.
Leider verpassen wir beim Aussteigen Johann und können uns gar nicht mehr von ihm verabschieden. Sehr schade, aber wir schreiben ihm später eine Nachricht, die er auch prompt beantwortet. Auch ihm tut es leid, dass wir uns nicht mehr gesehen haben. Wir verabreden aber, dass wir uns unbedingt mal treffen, wenn er mit Maria im Frankfurter Raum unterwegs ist. Mal schauen, ob es klappt. (leider sollte es nicht klappen, da die beiden beim Sportpresseball in Frankfurt sind, wir aber im Oman.
Abenteuerliche Taxifahrt
Die Taxiorganisation vom Schiff zum Hotel gestaltet sich ein wenig abenteuerlich. Ins Hafengelände dürfen nur offizielle Taxis – aber kein Uber oder andere Fahrdienste, beziehungsweise nur gegen eine hohe Gebühr. Die Taxis, die da allesamt ans Schiff gefahren kommen, sind nicht unbedingt für großes Gepäck geeignet – der gemeine Europa-2-Passagier hat in der Regel allerdings wesentlich mehr als nur kleines Handgepäck dabei. Also werden die Koffer und Passagiere irgendwie kreuz und quer und alles andere als verkehrssicher im Auto verstaut.
Nächste Hürde: Die Fahrer nehmen keine Kreditkarte. Hongkong-Dollar haben wir noch nicht einstecken, sodass Markus nach einer längeren Diskussion schließlich bei einem Hafenmitarbeiter Geld eintauschen kann und wir endlich – mit 3 Koffern im offenen Kofferraum – Richtung Hotel unterwegs sind.
Check-in im Mandarin Oriental
Wir checken im Mandarin Oriental ein und bekommen ein Zimmer mit direktem Blick auf unser Schiff. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben, ziehen wir los, um erst mal ohne bestimmtes Ziel ein wenig die nähere Umgebung zu erkunden.

Food Tour durch Hong Kong
Für den Nachmittag haben wir eine Food Tour gebucht – wir lieben solche Touren und haben so etwas schon in vielen Städten gemacht. Heute in Hong Kong bin ich allerdings etwas nervös – hoffentlich wird das hier nicht so eine Art Dschungelcamp-Prüfung. Schließlich isst man hier ja auch gerne mal nicht so appetitliche Dinge 🤣
Aber die Angst ist unbegründet. Mit Andi als Guide und insgesamt 8 Leuten ziehen wir los.
Station 1: Dim Sum + Fried Carrot Cake und Wackelpudding-Kuchen
Unser erster Stopp ist ein Dim-Sum-Imbiss. Wir testen uns durch 2 Dim Sums, jeweils mit Shrimps und mit Schwein gefüllt. Anschließend gibt es zwei eher süße Teile – Fried Carrot Cake und eine Art Wackelpudding-Kuchen mit Wasserkastanien. Schon mal ein leckerer Einstieg.



Station 2: BBQ Pork – Station 3: Egg Tarts – Station 4: French Toast auf Hong-Kong-Art
Am nächsten Imbiss gibt es BBQ Pork – Schweineschulter mit knuspriger Kruste und leckerer BBQ-Soße. Köstlich.
Auf dem Weg dorthin halten wir noch – glücklicherweise nur zur Ansicht und Erklärung – bei einem typischen Hong-Kong-Laden, der getrocknete „Delikatessen“ in Form von Haifischflossen, Seepferdchen, Schwimmblasen, Seegurken und Schwalbennestern verkauft. Laut Andi schmeckt das Zeug nach gar nichts, soll aber gegen alles Mögliche helfen. Ich denke an die grausame Art, wie beispielsweise die Haie ihrer Flosse entledigt werden – da will ich lieber gar nicht drüber nachdenken.
Nach dem Pork gibt es erst mal wieder etwas Süßes. Bei einer kleinen Konditorei testen wir zwei verschiedene Sorten Egg Tarts – die ähneln den portugiesischen Pastéis de Nata. Yummy!
Und weiter geht die kulinarische Reise. Wir machen eine kleine Pause und setzen uns in ein typisches Hong-Kong-„Café“ – würde man bei uns eher Imbiss mit Sitzgelegenheit nennen. Jeder bestellt einen Tee seiner Wahl, dazu gibt es – man höre und staune: French Toast.
Aber er ist ganz besonders zubereitet, nämlich mit einer Füllung aus Erdnussbutter und mit gezuckerter Kondensmilch übergossen. Ihr glaubt gar nicht, wie lecker das schmeckt. Aber auch ziemlich mästig.



Station 5: Teeladen – Station 6: Wantan-Suppe – Station 7: Egg Waffles
Also Zeit, sich wieder ein paar Meter weiter zu bewegen. Wir schlendern über eine Art Flohmarkt und biegen dann in eine Seitenstraße zu einem kleinen Teeladen ein. Hier brüht uns der Besitzer einen grünen Tee frisch auf, den wir verkosten dürfen, und erzählt uns noch ein paar interessante Details zu seinen Teesorten.
Wir sind aber immer noch nicht am Ende, also geht es nun noch in ein Kellerrestaurant, wo wir wieder eine kleine Pause einlegen. Es gibt Suppe mit Wantan. Das Restaurant selbst ist…. ähm – ich nenne es mal „etwas renovierungsbedürftig“ 😂
Überall tropft es aus der Decke, und auf den Bänken in der hinteren Ecke stehen Plastikeimer, die das Wasser auffangen. Scheint hier aber keinen zu stören, das Restaurant ist gut besucht 🤭
Nun kommen wir aber wirklich zu unserem letzten Stopp. Wir laufen zum Market Central, wo es einen kleinen Foodcourt gibt. Hier bestellt unser Guide Egg Waffles – bei uns heißen die, soweit ich weiß, Bubble-Waffeln. Wir testen vier Sorten: Natur, Earl Grey/Chocolate Chips, Lotus und eine herzhafte mit Pork-Geschmack.
Spätestens jetzt sind wir alle kurz vorm Platzen, und wir verabschieden uns von unserem sympathischen Guide. Die Tour ging gute dreieinhalb Stunden und hat uns riesig Spaß gemacht.



Abend in Hong Kong
Inzwischen ist es dunkel geworden, und wir machen einen kleinen Umweg durchs Soho-Viertel, um irgendwo noch einen Absacker zu trinken, bevor es zurück ins Hotel geht.
Wir machen uns kurz frisch und nehmen noch einen allerletzten Drink in unserer Hotelbar im 25. Stock mit Blick auf die Europa 2. Wieder zurück im Zimmer beobachten wir noch das Auslaufen unseres Lieblingsschiffs und fallen fix und fertig ins Bett.


Tag 24: Ausflug nach Lantau
- Datum: 09.02.2025
- Unterkunft: Mandarin Oriental
Mit der Seilbahn zum Big Buddha
Unser zweiter Tag in Hong Kong führt uns bei strahlendem Sonnenschein mit der Metro raus nach Lantau. Dort steigen wir in die Seilbahn um, die uns zum „Big Buddha“ bringen soll. Trotz online gekaufter Tickets stehen wir ewig in der Schlange, bevor wir endlich in die Gondel steigen dürfen. Aber die Ausblicke entschädigen schnell.
An der Bergstation angekommen, läuft man zunächst durch das sogenannte Village, welches quasi nur aus Touri-Restaurants und Souvenirshops besteht. Also Augen zu und durch. Wir gelangen auf einen großen Platz, von dem man rechts zum Buddha und geradeaus zum Po Lin Monastery gelangt. Über 268 Stufen erklimmen wir als Erstes den Weg zur Statue – und haben einen tollen Rundumblick von hier oben.





Das Po Lin Monastery
Anschließend machen wir uns wieder auf den Weg nach unten, um das Kloster zu besichtigen. Hier wird man erst mal gut durchgeräuchert – überall brennen Räucherstäbchen in allen erdenklichen Größen.
Im Inneren des Klostergeländes gibt es eine Art überdachte Sitzterrasse, wo die Leute lecker aussehende Speisen zu sich nehmen. Hier ist auch ein kleines Kassenhäuschen, wo man das Essen bestellen und bezahlen kann.
Vegetarisches Menü – Ein Experiment
Zuhause essen wir unter der Woche normalerweise so gut wie kein Fleisch. Da wir hier in einem buddhistischen Kloster sind und es ausschließlich vegetarische Kost gibt, beschließen wir – nach der Völlerei auf dem Schiff – uns was Gutes zu tun und das aus mehreren Gängen bestehende Menü zu testen.
Was genau es gibt, können wir anhand der Speisebezeichnung allerdings nicht erraten. Egal, Hühnerfüße können es ja nicht sein 🤣. Markus stellt sich also am Kassenhäuschen an, ich suche uns derweil ein schönes sonniges Plätzchen auf der Veranda.
Nachdem er bezahlt hat, muss er sich an eine weitere Schlange anstellen, um – wie wir glauben – sein Essen in Empfang zu nehmen. Als er an der Reihe ist, winkt er mich allerdings hektisch heran, denn wir dürfen die Mahlzeit nicht hier draußen zu uns nehmen. Die Terrasse gehört zu einem Deli, welches ganz hinten in der Ecke versteckt ist und an dem es die vielen Leckereien gibt – wie wir später feststellen.
Willkommen im Speisesaal
Stattdessen werden wir ziemlich resolut in einen riesigen, hässlichen, lauten Speisesaal geführt, wo uns ein Platz zugewiesen wird und eine gelbe Tischdecke zusammen mit Besteck und Teller polternd auf den Plastiktisch geworfen wird 🤭.
Kurze Zeit später knallt uns eine unfreundliche Dame eine Kanne Tee – ich fühle mich in alte Jugendherbergszeiten zurückversetzt – und eine große Suppenschüssel auf den Tisch. Der Inhalt erinnert an altes graues Spülwasser, in dem noch ein paar Essensreste schwimmen. Wieder bin ich dankbar, dass hier garantiert nichts Tierisches drin ist 🤣.
Es sind in Scheiben geschnittene Maiskolben und eine homöopathische Menge anderes Gemüse, welches wohl einfach in dem Wasser gekocht wurde. Und so schmeckt es halt auch. Nach quasi nichts. Oder nach altem Spülwasser 🤣.
Ok, die Menge an Suppe reicht für eine Großfamilie – wir geben nach wenigen Löffeln auf und warten auf den nächsten Gang.
Jetzt kommen die restlichen Speisen allerdings auf einen Schlag, genauso unfreundlich auf den Tisch geknallt wie die Suppe. Ein bisschen Kasernenatmosphäre hier 🤣.
Das Mahl besteht aus fettig frittierten Frühlingsrollen, einem Kochtopf voll mit Reis, ein wenig gemischtem, fast ungewürztem Gemüse, nochmal Gemüse mit Pilzen und einem undefinierbaren, irgendwie in Ei gewälztem fettigen Nachtisch.
Ach, man muss auch mal wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt werden 😜 – und irgendwie finden wir das Ganze einfach nur noch ziemlich lustig 🤣🤣.



Weiter geht’s
Nach diesem kulinarischen Höhenflug verlassen wir den „gemütlichen“ Speisesaal, um uns den Tempel noch etwas genauer anzuschauen – und entdecken dabei besagtes Deli, zu dem die Terrasse gehört… tja, schade aber auch.
Egal, wir schießen noch ein paar Fotos und machen uns dann mit dem öffentlichen Bus auf den Weg nach Mui Wo.
Wanderung zum Mount Redwater
Von dort wandern wir über einen sehr steilen, mit vielen Treppen versehenen und anstrengenden Trail in etwa 2 Stunden rauf über den Mount Redwater und wieder runter zur Discovery Bay. Unterwegs hat man tolle Ausblicke.
Kurz vor dem Ziel führt der Weg zunächst direkt am Ufer durch eine kleine, eigentlich sehr idyllische Bucht. Der Anblick wird allerdings arg getrübt von Unmengen an angeschwemmtem Plastikmüll. Doch es wird noch schlimmer. Der Pfad führt weiter direkt durch eine Art kleine Siedlung mit einfachsten Behausungen – übersät mit einer unglaublichen Menge an Schmutz, Müll und Schrott. Und wir dachten, Manila wäre schlimm.




Discovery Bay und Rückkehr
Schnell lassen wir dieses Gebiet hinter uns und sind kurz darauf in der Discovery Bay. Hier kehren wir zur Belohnung erst mal auf einen Drink in einem direkt am Fährterminal gelegenen Pub ein, bevor wir uns um 19 Uhr schließlich mit der Fähre zurück nach Hong Kong Island übersetzen lassen.
Nach einer ausgiebigen Dusche beschließen wir den Tag mit einer leichten Mahlzeit und guten Drinks in der Hotelbar.
Tag 25: Hong Kong – Victoria Peak und Ozone Bar
- Datum: 10.02.2025
- Unterkunft: Mandarin Oriental
Entspannter Vormittag
An Tag 3 in Hong Kong lassen wir es etwas ruhiger angehen. Ausschlafen, gemütlich frühstücken und dann ein bisschen Bummeln in der nächstgelegenen Mall und den umliegenden Straßen. Das Wetter ist wieder herrlich, und da wir am ersten Tag im Vorbeigehen eine nette Outdoor-Location entdeckt haben, die zum Murray Hotel gehört – gleich um die Ecke zur Peak-Tram-Station –, beschließen wir, dort ein ausgedehntes Spät-Mittagspäuschen einzulegen. Wir teilen uns eine sehr leckere Pizza Margherita und lassen es uns bei gekühlten Getränken gut gehen 😉
Auf zum Victoria Peak
Aber wir sind nicht ohne Grund in dieser Ecke hängengeblieben, denn am frühen Nachmittag soll es mit der Tram auf den Peak hochgehen. Wir versuchen verzweifelt, auf der Homepage die Tickets online zu kaufen, aber es kommt auch nach dem 10. Versuch eine Fehlermeldung. Hilft also alles nichts, dann müssen wir halt an den Ticketschalter.
Die Schlange ist zwar nicht ganz so lang wie am Wochenende, als wir da vorbeigelaufen sind, aber es sieht trotzdem nach längerer Wartezeit aus. Geht dann aber doch unerwartet schnell, und schon sitzen wir in der Bahn nach oben.
Wanderung zum Gipfel – oder auch nicht
Wir entfliehen dort erst mal dem Trubel, denn unser Reiseführer hat uns verraten, dass die Tramstation oben ja eigentlich gar nicht der Gipfel des Peaks sei, sondern eine halbe Stunde Fußweg entlang der Straße entfernt, den es sich zu laufen lohnt.
Was er uns allerdings nicht verraten hat: Wenn man das Ende der auch recht steilen Straße erreicht, steht man vor einem großen verschlossenen Tor der Telegrafenstation und kommt nicht weiter. Und man sieht – NIX. Gar nichts. Denn die Skyline von Hong Kong liegt hinter der Telegrafenstation, die eben genau auf dem Gipfel steht.
Na gut, wir trösten uns, wenigstens ein paar Schiffskalorien verbrannt zu haben, und laufen wieder ein Stück zurück, wo es einen Aussichtspunkt auf die andere Seite der Insel gibt. Noch ein Stückchen weiter zweigt ein Weg in den Victoria Peak Garden ab. Den nehmen wir und laufen einen weiteren abzweigenden Weg nach oben bis zu einem Funkmast oder Ähnlichem. Von dort hat man zwar auch keinen vollständigen Blick auf die Hong Kong-Skyline, dafür aber eine tolle Aussicht auf den Rest der Umgebung.
Skyline bei Tag und Nacht
Nun machen wir uns aber doch wieder zurück auf den Weg zur Tram-Bergstation, um von der Terrasse endlich den ungestörten Blick auf die gesamte Bucht von Hong Kong zu genießen.
Da es noch ein wenig hin ist, bis es dunkel wird, vertreiben wir uns in einem hübschen rustikalen Lokal mit Gartenterrasse und Blick auf die andere Seite – nur ein paar Schritte vom Peak Tower entfernt – die Zeit bei einem Drink. Hier können wir auch noch ein paar schöne Fotos vom Sonnenuntergang schießen.
Dann wird es Zeit, sich wieder auf die Aussichts-Terrasse zu begeben und zu warten, bis die Lichter richtig schön in der Dunkelheit funkeln. Nachdem wir genug Erinnerungsfotos im Kasten haben und es mittlerweile auch recht frisch geworden ist, wollen wir mit dem Bus zurück. Der kommt aber nicht zur geplanten Zeit – und der nächste auch nicht. Also nehmen wir uns kurzerhand ein Taxi zurück zum Hotel.


Ozone Bar – Die höchste Rooftop-Bar der Welt
Hier machen wir uns nur kurz frisch und mit der Metro direkt wieder auf den Weg nach Kowloon – wir wollen der höchsten Rooftop-Bar der Welt – Ozone – unbedingt noch einen Besuch abstatten.
Die Bar ist echt cool und stylisch – auch wenn wir keinen großen Ausblick von unserem Platz haben, denn im Außenbereich ist es einfach zu kalt und windig, um da zu sitzen. Die Cocktails sind wirklich super lecker – nur der Service lässt anfangs etwas zu wünschen übrig. Die Hälfte der Bestellung wird vergessen – kann ja passieren – aber auf die Nachfrage wird einfach nur wild gekichert und das Vergessene kommentarlos irgendwann gebracht, anstatt das Versehen zu entschuldigen.
Später gibt die Bedienung dann aber plötzlich richtig Gas, entschuldigt sich doch noch mehrfach sehr nett und bringt uns zwei Shots mit Raucheffekt aufs Haus. Na gut, wir sind versöhnt 😉
Mit der Metro machen wir uns auf den Weg zurück zum Hotel. Unsere letzte Nacht in Hong Kong.




Tag 26: Heimreise nach Frankfurt
- Datum: 11.02.2025
- Flug: LH 996
Frühstückspanne im Hotel
Letzter Tag in Hongkong. Wir frühstücken gemütlich und ausgiebiger als geplant – Alex bestelle nämlich zu meinem auf der Karte stehenden Lachsbagel etwas zusätzliche Avocado (weil ich sehe, dass bei einem anderen Gericht auf der Karte Avocado dabei ist, diese also hier zu haben sein muss) – und bekomme am Ende zusätzlich das komplette Avocadogericht.
Gut, dass das Frühstück inklusive ist 🤣 Alex sitzt also jetzt etwas ratlos vor einer dicken Scheibe Brot, ebenso dick mit Avocado bestrichen und 2 pochierten Eiern drauf, und einem Bagel, mit Frischkäse bestrichen und gefühlt mit 200 g Räucherlachs belegt 🤣 Na gut, Alex ißt von allem ein bisschen was und läßt es auf dem Teller irgendwie so aussehen, als wenn nur noch ganz wenig übrig sei. Jetzt weiß ich auch, warum die nette Bedienung bei der Bestellung ein wenig komisch geschaut hat .
Letzter Bummel durch Kowloon
Nach dem Frühstück packen wir unsere Koffer, checken aus und lassen unser Gepäck im Hotel deponieren. Dann fahren wir mit der Fähre nochmal nach Kowloon rüber, um dort noch ein wenig durch eine Mall und die Haupteinkaufsstraße zu bummeln.
Schnell wird uns das aber auf einmal alles zu viel. Wir haben keine große Lust mehr auf Menschenmengen und Laufen und überhaupt – wir sind einfach durch. Es wird jetzt Zeit, und wir freuen uns auf zu Hause.
Zeit überbrücken bis zum Abflug
Allerdings müssen wir noch ein paar Stunden überbrücken, bis wir zum Flughafen fahren. Also machen wir es uns in einer Art Snackbar mit Freiluftterrasse, nur ein paar Schritte von unserem Hotel entfernt, gemütlich. Endlich komme ich hier auch dazu, die Berichte der letzten beiden Tage zumindest anzufangen…
Gegen 17 Uhr laufen wir zurück zum Hotel, dürfen dort im Spa-Bereich noch die Duschen benutzen und machen uns dann mit einem Uber auf den Weg zum Flughafen, wo wir die Zeit bis zum pünktlichen Abflug in der Lounge verbringen und zahlreiche Mitreisende von unserem Schiff wiedertreffen.
Die First Class ist bis auf einen Passagier fest in MS-Europa-2-Hand!


Tag 27: Ankunft zu Hause
Überpünktlich landet unser Flieger in Frankfurt – Urlaub zu Ende – aber nach der Reise ist vor der Reise 🤩✈️
Fazit
Fazit – Die Magie Südostasiens
27 Tage zwischen Bali und Hong Kong liegen hinter uns – 27 Tage voller unvergesslicher Erlebnisse, traumhafter Landschaften und kulinarischer Highlights. Diese Reise war unsere dritte mit der MS Europa 2, und sie hat uns erneut bestätigt, warum wir dieses Schiff so schätzen.
Was uns besonders gefallen hat:
Das Vorprogramm auf Bali
Das LXR Hotel ganz im Süden Balis war eines der besten Hotels, in denen wir je übernachtet haben. Die private Villa mit eigenem Pool, der herzliche Service und die gesamte Anlage haben uns begeistert. Die Lage ist allerdings sehr abseits – beim nächsten Mal würden wir daher zunächst ein paar Tage im Norden Balis verbringen, den wir auf dieser Reise nicht erkundet haben, und dann nochmal das LXR Hotel im Süden aufsuchen.
Die MS Europa 2
Wie bei unseren beiden Reisen zuvor war auch diesmal alles hervorragend an Bord. Besonders hervorzuheben ist das Strand-BBQ auf Calangaman Island – ein absolutes Highlight dieser Kreuzfahrt. Die Kombination aus erstklassigem Service, exzellentem Essen und den sorgfältig ausgewählten Häfen macht das Reisen mit der Europa 2 zu etwas Besonderem.
Die Landausflüge
Von allen Stopps hat uns Bohol am besten gefallen. Diesen Ausflug haben wir in Eigenregie organisiert, was uns die Flexibilität gab, die Insel in unserem eigenen Tempo zu erkunden. Generell empfehlen wir, sich vor den Häfen zu informieren, welche Ausflüge man gut selbst organisieren kann – oft ist man dadurch individueller und günstiger unterwegs.
Das Nachprogramm in Hong Kong
Drei Nächte im Mandarin Oriental waren der perfekte Abschluss dieser Reise. Die Lage, der Service und das Hotel selbst sind erstklassig. Für unsere nächste Reise nach Hong Kong würden wir auf jeden Fall wieder hier buchen.
Würden wir die Reise wieder so machen?
Absolut! Wir würden die Route uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Mischung aus entspannten Tagen an Bord, spannenden Landausflügen, traumhaften Inseln und den beiden kontrastreichen Städten Denpasar und Hong Kong hat uns perfekt gefallen.
Unser Tipp:
Plant genügend Zeit für das Vor- und Nachprogramm ein. Sowohl Bali als auch Hong Kong haben so viel zu bieten, dass sich ein paar zusätzliche Tage definitiv lohnen. Und wenn ihr die Möglichkeit habt, bucht die MS Europa 2 – es ist eine Investition, die sich lohnt.